Startseite Aufgaben und Ziele Über den Bundesraat 10 Jahre Politik für Plattdüütsch
10 Jahre Politik für Plattdüütsch PDF

Der „Bundesraat för Nedderdüütsch“ feiert sein 10-jähriges Bestehen. Jeweils zwei Delegierte aus den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie der plautdietschen Sprachgruppe sind in dem Gremium vertreten.

Dreimal im Jahr trifft man sich in Bremen, um die Linien für eine moderne Sprachenpolitik festzulegen. Im Zentrum steht der Spracherwerb. „An den Schulen ist vieles möglich“, betont Saskia Luther aus Magdeburg, die von Beginn an dem Bundesraat angehört, „die meisten Aktivitäten finden aber leider immer noch zufällig statt. Gerade in der Schule brauchen wir verlässliche Strukturen.“

 

Gegenüber dem Europarat und dem Bund vertreten die 18 Delegierten selbstbewusst die Regionalsprache Niederdeutsch. „Wir haben es geschafft, dass Plattdeutsch ein Thema in der Politik geworden ist, an dem kaum mehr jemand vorbeikommt“, stellt Reinhard Goltz fest, der seit zehn Jahren das Amt des Sprechers wahrnimmt. Dass das übliche ehrenamtliche Engagement für diese Arbeit nicht ausreicht, erkannten die Delegierten schon früh. Termine in Berlin sind keine Seltenheit – aber wenn die politische Arbeit für Platt Ergebnisse liefern soll, geht es nicht ohne die Bundesministerien. Seit 2008 erhält der „Bundesraat för Nedderdüütsch“ jährlich rund 20.000 Euro vom Bund. Seine Positionen zu den Themenfeldern Bildung, Medien und Soziales hatte der Bundesraat in den vergangenen Jahren entwickelt und in die politische Diskussion eingespeist. Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens legten die Delegierten nun ihre „Kulturthesen“ vor. Darin fordern sie eine stärkere Berücksichtigung und besondere Förderung der norddeutschen Regionalsprache in allen Bereichen des Kulturlebens: vom Theater über Literatur und Musik bis hin zum Film.

 

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