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Resolution Erhalt Institut für niederdeutsche Sprache

Die Delegierten des Bundesrates für Niederdeutsch ersuchen die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen über den 31.12. 2017 hinaus sicherzustellen.

 

Das INS übernimmt seit dem Jahre 2002 zentrale sprachpolitische Aufgaben im Bundesrat für Niederdeutsch u.a. als Kompetenzzentrum und die Funktion von Sprecher und Geschäftsführung der länderübergreifenden Interessenvertretung der niederdeutschen Sprechergruppe.

In Bremen ist in den vergangenen Jahren wichtige sprachpolitische Basisarbeit für die acht norddeutschen Bundesländer mit Niederdeutschsprechern gemacht worden. Es sind gut funktionierende überregionale Strukturen entstanden, die in den Bereichen Bildung und Soziales, Kultur und Medien sowie Justiz und Verwaltung inzwischen Früchte tragen.

Der Bundesrat für Niederdeutsch mit jeweils zwei Delegierten aus den Ländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und zwei Delegierten der Plautdietschen versteht sich als die Stimme der Plattdeutschen. Zusammen mit dem Europarat, dem Bund, dem Minderheitensekretariat in Berlin und mit den acht Ländern wird für die Zukunft der Sprache gearbeitet und gestritten – insbesondere im Prozess zur Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Gerade in diesen Zusammenhängen sind professionelle Strukturen unerlässlich – die Arbeit kann nicht ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis geleistet werden. Das INS ist als Geschäftsstelle des BfN für die weitere Arbeit unersetzlich.

 

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