Startseite Aus den Ländern Niedersachsen Deutliche Stärkung für Niederdeutsch in Niedersachsen
Deutliche Stärkung für Niederdeutsch in Niedersachsen

In Niedersachsen erfährt Niederdeutsch eine deutliche Stärkung im Bildungsbereich. Der Entschließungsantrag "Förderung für Niederdeutsch und Saterfriesisch verstetigen und weiter ausbauen", dem alle Fraktionen im Landtag zugestimmt haben, zielt darauf ab, Möglichkeiten zu schaffen, die Chartasprachen erlernen und vertiefen zu können. Durch die geplanten Maßnahmen erhält Niederdeutsch einen festen Platz in den Bildungssystemen. Der BfN begrüßt diese Entwicklung, denn durch den Entschließungsantrag, der Bestandteil der Koalitionsvereinbarung ist, wird die Grundlage zur Einrichtung des Faches Niederdeutsch geschaffen.

Der Landtag spricht sich u.a. für folgende Maßnahmen aus:

  • im vorschulischen Bereich Ausgestaltung und Absicherung von Aus- und Fortbildungsangeboten im Bereich Niederdeutsch/Saterfriesisch/Sprachvermittlungsmethoden für Erzieherinnen und Erzieher,
  • die Träger von vorschulischen Einrichtungen dafür zu gewinnen, Kindern durch das Angebot von Niederdeutsch oder Saterfriesisch den Weg in die frühe Mehrsprachigkeit zu eröffnen,
  • im Grundschulbereich Absicherung und Ausbau der bisher aufgebauten Strukturen und weitere Unterstützung für Niederdeutsch und Saterfriesisch,
  • Aufbau einer dem Grundschulbereich vergleichbaren Unterstützungsstruktur für die Schulen des Sekundarbereichs I,
  • Erarbeitung von Kerncurricula für den Unterricht in Niederdeutsch mit dem Ziel, dass Niederdeutsch im Sekundarbereich I und im Sekundarbereich II als Sprache gewählt werden kann,
  • Bereitstellung der Personal- und Sachmittel, die durch die Einrichtung eines Faches Niederdeutsch sowohl an Schulen wie auch an Universitäten entstehen.
 

© 2017 Bundesraat för Nedderdüütsch