Aktuelles

Prenzlau wird Prentzlow – erste niederdeutsche Bahnhofsbeschilderung

Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar wurde in Brandenburg die bundesweit erste niederdeutsche Bahnhofsbeschilderung eingeweiht. So werden Bahnreisende von nun an in Prenzlau – Prentzlow begrüßt. Dieser Namenszusatz trägt dazu bei, die Regionalsprache Niederdeutsch sichtbar zu machen. Was für eine große Wirkung zweisprachige Beschilderung haben kann, zeigen zweisprachige Ortsschilder. Sehr viele Orte…

Grundlagenvereinbarung zum Schutz von Niederdeutsch in Brandenburg

Erstmals wird in Brandenburg eine verbindliche Regelung zur Förderung der Regionalsprache Niederdeutsch getroffen. Am 19. Februar 2018 wurde im Rahmen der Sitzung der AG Niederdeutsch im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam die Vereinbarung über die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der niederdeutschen Sprachgruppe durch Frau Ministerin Dr. Münch, dem…

Sechster Staatenbericht zur Sprachencharta liegt vor

Die Bundesrepublik Deutschland hat dem Europarat den Sechsten Staatenbericht zur Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen vorgelegt. In regelmäßigen Abständen ist die Bundesrepublik Deutschland gefordert, darzustellen, in wieweit die Bundesländer die Verpflichtungen umgesetzt haben, die sie mit der Sprachencharta übernommen haben. Angefertigt wurde der Bericht durch das Bundesministerium des Innern in Zusammenarbeit mit anderen Bundesressorts…

Bun­des­be­auf­trag­ter a.D. Koschyk legt Tä­tig­keits­be­richt vor

Der frühere Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, hat für den Zeitraum Januar bis Oktober 2017 seinen Tätigkeitsbericht vorgelegt. In seinem Bericht gibt Hartmut Koschyk einen Überblick über die Schwerpunkte seiner Arbeit und er stellt heraus, welche Themen er auch in Zukunft als die zentralen Punkte sieht, bei denen dringend Handlungsbedarf…

Fachtag Frühe Mehrsprachigkeit am 9. März in Rendsburg

Kleinen Kindern fällt das Sprachenlernen sehr einfach: Auf spielerische Weise können sie Sprachen auf muttersprachlichem Niveau erlernen. Vor diesem Hintergrund spielen Kindertagesstätten eine wichtige Rolle beim Erhalt von Regional- und Minderheitensprachen, bei denen die Weitergabe nicht mehr allein über die Familien funktioniert. Der ADS-Grenzfriedensbund e.V. in Schleswig-Holstein bietet in seinen Kindertageseinrichtungen die Sprachprofile Dänisch, Friesisch…

Evaluation Modellschulen Niederdeutsch

Mit dem Schuljahr 2014/15 startete in Schleswig-Holstein ein Modellprojekt, bei dem an 29 Grundschulen im ganzen Land ein freiwilliges Niederdeutschangebot installiert wurde. Pro Woche haben die Schülerinnen und Schüler seitdem zwei Unterrichtsstunden systematischen Niederdeutschunterricht im Wahlpflichtbereich. Grundlage für den Unterricht ist der Leitfaden für den Niederdeutschunterricht an Grundschulen in Schleswig-Holstein. Im Jahr 2017 führten die…

Region – Sprache – Literatur

Mit dem neuen Rahmenlehrplan für die Länder Brandenburg und Berlin wird der Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler ein besonderer Stellenwert zuerkannt. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Deutschunterricht, der zur Entwicklung sprachlicher Kompetenzen in hohem Maße beiträgt – einen Anknüpfungspunkt bietet der Aspekt Region und Sprache. Das Land Brandenburg hat die Regionalsprache Niederdeutsch sowie…

Tagungsankündigung „Wie lehrt man die Regionalsprache Niederdeutsch? – Sprach- und fremdsprachdidaktische Perspektiven“ April 2018 in Greifswald

Vom 12.-13. April 2018 findet am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald die internationale Tagung „Wie lehrt man die Regionalsprache Niederdeutsch? – Sprach- und fremdsprachdidaktische Perspektiven“ statt. Organisiert wird die Tagung vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Abteilung für Niederdeutsche Sprache und Literatur der Europa-Universität Flensburg. Auf der Veranstaltung geht es um…

Plattdeutsche Ortsschilder auch in NRW

Zukünftig sind auch in Nordrhein-Westfalen zweisprachige Ortsschilder erlaubt: Gemeinden dürfen ihre Ortsschilder um den jeweiligen plattdeutschen Ortsnamen ergänzen. Der Düsseldorfer Landtag hatte auf seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Die plattdeutsche Ortsbezeichnung kann von nun an in kleinerer Schrift unter dem hochdeutschen Namen ergänzt werden. So könnte beispielsweise die Gemeinde Rödinghausen…

Überregionale Plattdeutschförderung im Umbruch

Die vier Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein stellen ihre bisherige Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) zum Ende des Jahres 2017 ein. Stattdessen planen sie die Gründung eines Länderzentrums Niederdeutsch, das die Aufgaben des INS übernehmen soll. Der Bundesrat für Niederdeutsch kritisiert den Rückzug aus der Förderung des Instituts, der ohne für die…